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Der abgesperrte Central Park

Was manche Designer und Architekten unter "grüner" Zukunft verstehen, ist schon gruselig. Eine Horrorvision, die hoffentlich nie Wirklichkeit wird, ist der diesjährige Siegerentwurf des von der amerikanischen Zeitschrift eVolo ausgelobten Hochhauswettbewerbs.

Eingekesselt von meterhohen Spiegelwänden soll der unter den Meeresspiegel (!) tiefergelegte neue Central Park den Eindruck einer „endlosen“ Landschaft erwecken.

Horrorvision Neuer Central Park

Dieser ausschließlich durch die Gigantomanie der Anlage spektakuläre, an sich aber völlig banale Effekt ist natürlich den vollständigen Abriss alten Baumbestands, die Hochwassergefährdung und den von den Spiegelwänden provozierten Vogeltod wert. Von der Zerstörung des historischen Erbes des Central Parks mal abgesehen. „Natur“ als Event. Einfach nur unter Bäumen sitzen und den Vögeln lauschen? Wie langweilig. Das hat vielleicht früheren Generationen gereicht.

Wo bei dem Ganzen der Zusammenhang zu einem Hochhauswettbewerb ist? Die Spiegelwände sind die Rückseite eines gigantischen Hochhausrings. In einer Stadt, in der die Bevölkerung ohnehin schon über die Verschattungen durch die Wolkenkratzerschluchten klagt, muss man sich eben etwas einfallen lassen, um eine architektonisch rückschrittliche Baumaßnahme aufzuwerten.

Absurderweise wollen die Designer des „New York Horizon“ ihren Beitrag als „Rückkehr zur Natur“ verstanden wissen, da die Parklandschaft des historischen Central Parks ja künstlich angelegt worden sei. Was auf ihre Vision zwar erst recht zutrifft, aber wozu Logik? Oder ökologisches Basiswissen? Mit Bombast und dem Versprechen auf noch nie dagewesene Erlebniswelten lässt sich offenbar jede Idee „grün“ anstreichen.

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Quellenangabe: https://www.e-recht24.de

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Neues Portfolio auf „das Auge“

Das Portal Picturidoo wurde mittlerweile leider eingestellt. Die Grundidee war, Usern per Flashanimation zu ermöglichen Bilder verschiedener Künstler zu variieren und als Plakat auszudrucken. Auf „das Auge“ habe ich dazu zwei meiner Motive präsentiert.

Portfolio Picturidoo

Weitere Motive und Ideen schlummern noch in meinen Entwurfsordnern – vielleicht ergibt sich ja irgendwann die Gelegenheit, sie in einem anderen Umfeld umzusetzen.

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Motiv: Unter Wasser
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Architekturführer Frankfurt

Für alle, die mich angesprochen haben und/oder schon lange nach einem Architekturführer für Frankfurt jenseits von Historismus und Römerdisney suchen: Im März erscheint das Buch im Architekturverlag DOM Publishers

Auf der Ausstellung der Illustratoren-Organisation habe ich den Vorabdruck meines Architekturführers Frankfurt am Main präsentiert und bin auf ein unerwartet großes Echo gestoßen.  Mehrfach wurde ich darauf angesprochen, dass da endlich eine Lücke geschlossen werde.  Ich bin von der spannenden und vielseitigen Architektur Frankfurts schon lange begeistert und freue mich, dass ich es geschafft habe, mit meinen Texten sogar Berliner (!) für meine Wahlheimat zu begeistern.

Für alle, die mich angesprochen haben und/oder schon lange nach einem Architekturführer für Frankfurt jenseits von Historismus und Römerdisney suchen:

Im März erscheint das Buch im Architekturverlag DOM Publishers

Vorbestellung im Buchhandel unter ISBN 978-3-86922-227-1Architekturführer Frankfurt am Main

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Fotograf/Copyright Ekkehard Mantel

 

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Internationaler Hochhauspreis 2012

Am 15. November wurde in Frankfurt zum fünften Mal der Internationale Hochhauspreis vergeben. Parallell zu dem alle zwei Jahre ausgelobten Architekturpreis findet bis Mitte Januar 2013 im Deutschen Architektur Museum die Ausstellung „Best Highrises“ statt, in der die nominierten Bauwerke vorgestellt werden.

Foto: © H. G. Esch

In seiner Eröffnungsrede in der Frankfurter Paulskirche verwies Oberbürgermeister Peter Feldmann auf Frankfurts Rolle als „die Hochhausstadt Europas“ mit einer einzigartigen Skyline. Angesichts steigender Bevölkerungszahlen vor allem im urbanen Raum betonte er die wachsende Bedeutung des Bauens in die Vertikale. Wolkenkratzer seien gleichermaßen „Projektionsflächen für Ängste und Hoffnungen“.

Für den 2004 eingerichteten Architekturpreis sichtete die Jury, zu der unter anderem Professor Albert Speer, Carol Willis, die Direktorin des Skyscraper Museums von New York, Catherine Slessor, Redakteurin der Architectural Review und Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architektur Museums gehörten, über 400 Bauwerke aus aller Welt, von denen 26 als exemplarisch für die innovative Entwicklung der Hochhausarchitektur nominiert wurden. Kriterien für die Auswahl waren neben der Gestaltung die Einbindung in die städtebauliche Umgebung und die Nachhaltigkeit des Gebäudes. Mehrfach wurde im Rahmen des Festakts der steigende Bedarf an Wohnhochhäusern angesprochen, die in der Zukunft den Bürotürmen als typische Vertreter der „Highrises“ den Rang ablaufen sollen. So sind vier der fünf Preisträger Wohnbauten.

Dass dennoch das einzige Bürohochhaus das Rennen machte, verdankt das „1 Bligh Street“ in Sydney unter anderem seinem Verzicht auf das für Bürohochhäuser übliche Imponiergehabe. Statt Energie und Geld in die größtmögliche Höhe zu investieren, präsentiert sich der Wettbewerbsgewinner als „ein freundlicher Nachbar“ der umgebenden Bauten. In seiner Dankesrede schlug Preisträger Christoph Ingenhoven einen Bogen von der Paulskirche als Architekturbeispiel demokratischer Bescheidenheit zum Hochhaustyp der Zukunft, der sich zurücknehmen und ins bauliche Umfeld integrieren solle und griff noch einmal die bereits von OB Feldmann angesprochene Bedeutung des Hochhauses als der „Bauform des 21. Jahrhunderts“ auf. Es sei notwendig, nachhaltig und im Einklang mit dem Umfeld und den Bewohnern der Stadt zu bauen. So ist ein herausragendes Element des prämierten Bauwerks die große Freitreppe, die fließend in das Gebäude hineinführt und so die Hemmschwelle vor dem „Wolkenkratzer“ überwindet. Die breiten Stufen werden von den Passanten als Sitzgelegenheit und Freifläche angenommen.

Nachhaltigkeit ist auch das Thema bei der Revitalisierung der Deutschen Bank Türme in Frankfurt, jetzt „Green Towers“, die eine besondere Anerkennung für die gelungene Umgestaltung erhielten.

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Illustratoren am Main Nachlese

Es war mir eine Freude! Mein Dank an alle Mitstreiter und Besucher für eine rundum gelungene Ausstellung. Wer es nicht geschafft hat, hier schon mal ein paar schnelle Bilder vorab von Ekkehard Mantel www.ekkehardmantel.de

meine WerkschauMainbild und mein Bildmeine Werkschau2gestikulierenmainbildinstallation

Mehr zu sehen gibt es demnächst auf meiner Homepage und natürlich auf der Webseite der Ausstellung www.illustratorenammain.de/news, mit großartigen Bildern von Georg Stelzner!

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Das Geschäft mit der „Kreativität“ im Internet

Ein detaillierter Blick auf Crowdsourcingportale, Designerplattformen und Onlinewettbewerbe - die schwarzen Schafe, Vorteile und Nachteile für Designer und Kunden

Wettbewerbs- und Crowdsourcing-Portale wie 12designer, designenlassen, jovoto, criggle, trawlix, 99designs oder crowdspring präsentieren sich gerne als ernstzunehmende Vermittler für Kreativjobs. So nutzte u.a. die Internetplattform Jovoto die Buchmesse 2010, um sich mit dem Wettbewerb „Flying Sparks“ medienwirksam als Förderer junger Talente darzustellen. Offenbar mit Erfolg: Mittlerweile nehmen selbst offizielle Stellen und bekannte Agenturen die „Kreativportale“ aus dem Netz in Anspruch.

Doch was bedeutet die wachsende Beliebtheit der Wettbewerbsplattformen aus dem Internet für Designer, Texter und Medienkünstler, die „Kreativität“ nicht als Hobby betreiben sondern damit ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen? Continue reading →

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